The second confusing thing about Australia are the animals. They can be divided into three categories: Poisonous, Odd, and Sheep. Jeremy Lee, "The confusing country"

Über mich

Ich bin von Hause aus Ökologe, habe aber relativ breit gefächert gearbeitet. Ich habe über Verhaltensökologie von Kleinsäugern diplomiert und über Gemeinschaftsökologie tropischer Kaulquappengemeinschaften promoviert. Meine Interessen lagen also immer eher in ökologischen Fragestellungen, als in einer spezifischen taxonomischen Gruppe. Dennoch kann ich kaum leugnen, dass vor allem die „Herps“, die mich während meiner Dissertation begleitet haben, einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
Ich habe viel Freude an der Planung und Durchführung von Feldforschung. Es kann gerne etwas abenteuerlich sein, aber eine hochwertige Datenaufnahme ist das Kernstück jeglicher Feldarbeit. Gleiches gilt für die Auswertung erhobener Daten. Um die richtigen Analysen anzuwenden, konsultiere ich lieber ein Buch mehr.
Nun fällt nicht nur der Forschung, sondern auch der Lehre eine bedeutende Rolle an Hochschulen zu. Gute Lehre ist nicht nur notwendig, um kommende Generationen an Wissenschaftler auszubilden, sie macht auch Spaß.
Bis Anfang 2014 nahm Lehre den größten Teil meiner Arbeitszeit ein, da ich eine Stelle als Dozent am Institut für Genetik der LMU München innehatte. Meine Lehre erstreckte sich von “Grundkursen” (z.B. Übungen zu Genetik 1) über recht große Praktika (z.B. Genetik 1, Genetik 2, Biologie für Mediziner) bis hin zu Modulen für Bachelor und Master. So habe ich z.B. meinen ganz eigenen Statistikkurs etabliert (“Analysing quantitative genetic data – applied statistics” mit R). Schon während meiner Doktorarbeit habe ich etwas Lehre übernommen: u.a. Zoologie, morphologisch-phylogenetisches Praktikum, Statistik, Verhaltensökologie.
Da meine Familie aus Arbeitsgründen nach Tübingen umgezogen ist, habe ich die Arbeit in München schweren Herzens aufgeben müssen.
Seit Ende 2014 arbeite ich im Dekanat – Bereich Studium und Lehre – der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Eines der Haupthemen dieser Arbeit ist wieder Lehrevaluation. Zudem sitze ich auf einer der Transferstellen des BMBF-Projektes MERLIN
Um selbst in der Lehre zu bleiben, gebe ich ab und an zumindest noch Statistikkurse.

Wenn ich nicht gerade in der Uni bin, gehört meine Zeit meiner Familie. Und wenn dann noch Zeit übrig ist, versuche ich Laufen zu gehen oder ziehe die Wanderschuhe an und steige (stieg) auf einen Gipfel in den Alpen. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen war ich mich Anfang 2014 Teilnehmer einer organisierten 24h-Wanderung auf der Schwäbischen Alb (72km, etwa 2200 Höhenmeter). Eine schöne Gelegenheit, die neue Heimat zu erkunden. Meine alljährige 100km-Wanderung um Jena habe ich Ende Mai zum siebten Mal (in 20h:15min) erfolgreich absolviert. Anfang Oktober bin ich auch endlich meinen ersten Marathon gelaufen. Der Schwarzwaldmarathon mit seinen 630 Höhenmetern ließ mich mit 4:15:10 gewähren. Der Tübinger Nikolauslauf (Halbmarathon, 319 Höhenmeter, 1:53:37) war der läuferische Abschluss 2014. Die 2015er Höhenpunkte folgen, wenn auch der diesjährige Nikolauslauf geschafft ist.